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Amencia late in Germania vagatur.

Ut pestilencia sic amencia et insania nunc in Germana vagantur. Tres nunciaciones hujus diei:

Primum: Status Brandenburgensis parlamentum precepit dimidiam pars candidatorum ad parlamentum feminas esse debere. Ita ut quisquis faccio jam non posset proponere quem sibi vult proponere. Hoc est gravis seriaque diminucio democracie. Civitas Berolinensis sequi vult.

Deinde: Judicium hodie interdixit alicui militi crinem suum longum portare dum femineis militibus crinem longum permittit. Cur ergo postulat in aliis rebus feminas equaliter tractendas esse ut vires?

Tum: Scolibus non plus necesse est per censuras in numeris suos censere discipules, sed licet per breves annotationes. Ut omnes differencie qualitatis occultentur.

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Wir haben gelernt, sie lächerlich zu machen.

Ich wurde heute auf einen Tweet des Medienunternehmers Tilo Jung aufmerksam, in dem Herr Jung schrieb: Als Journalisten haben wir gelernt, … sie lächerlich zu machen. Und Herr Jung meint das nicht so, dass sie nur das Handwerkszeug gelernt hätten. Nein, er meint, er habe gelernt, dass man sie lächerlich zu machen habe.

Der ganze Text: Als Journalisten haben wir gelernt, Leugner des menschengemachten Klimawandels medial zu ignorieren, sie lächerlich zu machen und ihnen keine (gleichberechtigte) Plattform zu bieten. Das müssen wir nun auch bei den Feinstaubbelastungsleugnern schaffen!

Welche beiden Gruppen Herr Jung da konkret hatet, ist in mir erst einmal gleich. Erstaunlich finde ich die Aussage, dass Journalisten während ihrer Ausbildung konkrete Gruppen eingebimst bekämen, die systematisch zu benachteiligen seien, und zwar a priori. Journalisten werde eingebimst, dass über bestimmte Gruppen nicht neutral oder ergebnisoffen zu berichten sei, sondern stets abwertend, dass bestimmte Überzeugungen stets niederzumachen seien, und zwar unabhängig von Fakten und Erkenntnissen, eben a priori.

Finde ich gut, dass Herr Jung das so offen geschrieben hat. Mir wird dadurch verständlicher, warum z. B. Talkshows zu bestimmten Themen immer schon von vornherein so ungleichwertig und alles andere als gleichberechtigt und ausgewogen besetzt werden, wenn die Themen nicht sowieso gleich von vornherein beschwiegen werden: Zuerst medial ignorieren. Wenn das nicht mehr geht, zumindest keine gleichberechtigte Plattform bieten. Und wenn nichts anderes mehr hilft: Lächerlich machen. Das bedeutet ja auch: Ich brauche bei keinem Journalisten mehr etwas auf seine Worte zu geben. Wenn eh schon vor der Reportage oder dem Gespräch feststeht, zu welchem Ergebnis das kommt, dann kann ich’s mir auch schenken, dann ist das l’art pour l’art, ein Glasperlenspiel.

Verstörend finde ich, dass Herr Jung schrieb: Wir als Journalisten. Also nicht: Wir in meinem Medienunternehmen, oder: Wir an Schule XY, sondern wir als Journalisten, der ganze Berufsstand. Da hat sich der ganze Berufsstand gleichgeschaltet und schaltet auch den Nachwuchs gleich.

Na denn prost!

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Am Gängelband.

Ich habe gerade einen Zeitungsartikel gelesen. Das heißt, ich habe angefangen ihn zu lesen. Nach dem ersten Satz habe ich zu lesen aufgehört. Der Artikel ging an:

Wenn ich meine Tochter morgens zur Schule gebracht habe, mache ich immer in einem Café Station, das auf dem Weg zur Tramhaltestelle liegt.

Ich will mich gar nicht darüber ereifern, dass es eine Straßenbahnhaltestelle ist. Oder darüber, dass die Konjunktion nachdem vielleicht ein Qu[e|ä]ntchen pr[e|ä]ziser w[e|ä]re als wenn. Ins Stocken hat mich gebracht, dass der Schreiberling sein Kind offenbar regelmäßig morgens zur Schule bringt. Zu Fuß, im Auto oder mit der Tram? Ist völlig gleich. Mich haben meine Eltern nicht morgens zur Schule gebracht. Also, ein, zwei Mal nach der Einschulung, aber dann natürlich nicht mehr. Übrigens hat auch sonst keine Mutter und hat kein Vater sein Kind morgens zur Schule gebracht. Dem Kind wäre die Häme der ganzen Klasse sicher gewesen.

Ich hätte mir auch verbeten, von meiner Mutter oder meinem Vater zur Schule gebracht zu werden. Wäre ja oberpeinlich gewesen. Und meine Schule lag ein gehöriges Stückchen entfernt, inklusive Busfahrt und insgesamt einem Kilometer zu Fuß.

Was sind denn das für Eltern, die meinen, ihr Kind so unmündig halten zu müssen, dass es noch nicht einmal auf dem Schulweg frei und halbwegs unabhängig sein darf? Will ich einen Artikel von so einem patronising Vater lesen? – Nein, will ich nicht. Wahrscheinlich hat so jemand eh nichts zu schreiben, was man verpassen würde.

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Papa non est. (2)

Duas canticas jucundas inveni catholicas in lingua francogallica, momentum nominantes massonum sectæ in ecclesia et societatis infamis Teilhardi et Papæ Buonaseræ. Titillat contrarium ex verbis duris et dulcibus vocibus.

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Lectio diei.

In gutture tuo sit tuba quasi aquila super domum Domini: pro eo quod transgressi sunt fœdus meum, et legem meam prævaricati sunt. Me invocabunt: Deus meus cognovimus te Israel. Projecit Israel bonum, inimicus persequetur eum. Ipsi regnaverunt, et non ex me: principes exstiterunt, et non cognovi: argentum suum, et aurum suum fecerunt sibi idola ut interirent: Projectus est vitulus tuus Samaria, iratus est furor meus in eos. Usquequo non poterunt emundari? Quia es Israel et ipse est: artifex fecit illum, et non est Deus: quoniam in aranearum telas erit vitulus Samariæ.

Quia ventum seminabunt, et turbinem metent.

(Proph. Os. 8,1–7)

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Papa non est.

Televisio theutonica renuntiavit:

»Credo, ut postremo necesse sit pascisci diem fixam [festus paschæ]«, dixit secundum relationem Radiophonicæ Vaticanæ in conventu sacerdotium Romæ. Ecclesiam catholicam paratam ad illum designavit. Papa proposuit dominicam secundam mensis Aprilis.

»Ich glaube, man wird sich schließlich auf einen festen Termin [für das Osterfest] einigen müssen«, sagte er laut einem Bericht von Radio Vatikan bei einem Treffen mit Priestern in Rom. Die katholische Kirche sei dazu bereit. Als möglichen festen Termin brachte der Papst den zweiten Sonntag im April ins Gespräch.

Spiritus ecclesiam desolavit. Roma cecidit. Ecclesia – finita.

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Ruminatio.

Heri doctori X obviam veni. In medio senium, qui capillos suos unctos ostenderunt, sedit, masticatorium ruminans, dum cancellariam auscultavit.

An cognita negatio reverentiæ? De hoc dubito.

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Der archimedische Punkt

Das Gewinnen, Abwägen und Annehmen neuer Erkenntnisse ist mitunter mühsam und langwierig und auch nicht immer angenehm. Insofern bin ich Pater Π., der sich dafür viel Zeit genommen hat, dankbar dafür, dass er nicht locker gelassen hat, bis er mich schließlich davon überzeugt hatte, dass Gottes Geist nicht in oder mit der Kirche ist.

Das ist eine interessante Schlüsselerkenntnis. Denn als bloß weltlicher Verein büßt die Kirche jegliche Autorität ein und straft das Evangelium, das sie in Teilen noch aus Gewohnheit emporhält, Lügen. Der Geist, den Jesus zu senden vorgab, ist nicht da, ist bloß ein Spöken gewesen. Damit löst sich freilich auch der ganze Rest in Wohlgefallen auf und vergeht wie Nebel in der Mittagssonne.